NeGo-iQ®: KI-gestützte Analysen für Einkauf und Verhandlung

Daten analysieren – Verhandlungen stärken

Warum Standard-KI im Einkauf scheitert

ChatGPT, Claude und Gemini sind in vielen Aufgaben brillant — Texte zusammenfassen, Mails formulieren, Recherchen vorstrukturieren. Im Cost-Engineering scheitern sie an einer fundamentalen Eigenschaft: Non-Determinismus. Dieselbe Frage liefert beim zweiten Versuch ein anderes Ergebnis. In der Beschaffung ist das ein Problem, weil ein Should-Cost-Wert von 12 € im ersten Lauf und 38 € im zweiten Lauf am Verhandlungstisch wertlos ist.

Unsere empirische Studie (n=30) hat genau das gemessen: Bei einer mechanischen Baugruppe mit Target Price 11,90 € lagen die Standard-LLMs zwischen 20,26 € (Grok) und 38,01 € (Anthropic Sonnet 4.5). Die durchschnittliche Abweichung: +70 % bis +219 % vom Zielpreis. Wer auf dieser Basis verhandelt, bringt einen Anker mit, der die eigene Position schwächt.

NeGo-iQ® löst das Problem nicht durch eine bessere LLM, sondern durch eine andere Architektur: Sprachmodelle übernehmen die unstrukturierte Vorverarbeitung, deterministische Algorithmen übernehmen die Berechnung, Experten validieren. Ergebnis: –7 % unter Target Price bei ±13 % Varianz — wiederholbar.

Dimension Standard-LLM
ChatGPT, Claude, Gemini, Grok
NeGo-iQ®
spezialisierte Engineering-Engine
Architektur Reines Sprachmodell — generiert Text, „rechnet" sprachlich Sprachmodell + deterministische Algorithmen + Experten-Validierung
Determinismus Niedrig: +70 bis +219 % Abweichung vom Zielpreis (n=30) Hoch: –7 % unter Target Price, ±13 % CV
Reproduzierbarkeit Zweiter Lauf → anderes Ergebnis — nicht auditierbar Reproduzierbar — gleiche Eingabe, gleiche Berechnung, gleiches Ergebnis
Validierung Keine — Black Box mit „Halluzinations"-Risiko Methodisch — Schoen-Studie 2026 auf ResearchGate dokumentiert
Datensicherheit Risiko — Eingaben können in öffentliches Training fließen Enterprise-API + NDA — keine Trainings-Nutzung
Verhandlungs-Kontext Generischer Output ohne Strategie-Kontext Daten direkt für Anker, BATNA, ZOPA und Argumentationskette
Zugang Subscription / Web-Login, ad-hoc Pay per Use über Dienstleistung — kein Abo, keine Lizenz

Wie NeGo-iQ® funktioniert: drei Schichten

NeGo-iQ® ist nicht „ein Modell", sondern eine geschichtete Engineering-Architektur. Drei Ebenen greifen ineinander — und genau diese Trennung macht den Unterschied zur halluzinierenden Standard-KI:

Schicht 1 — Eingabe

Sprachmodell für unstrukturierte Vorverarbeitung

Zeichnungen, Stücklisten, Lieferantenangebote, Verträge — meist als PDF, manchmal handschriftlich. Ein Sprachmodell extrahiert strukturierte Daten daraus: Materialien, Toleranzen, Stückzahlen, Rollenprofile. Hier ist LLM-Stärke richtig eingesetzt: Sprache verstehen.

Schicht 2 — Berechnung

Deterministische Algorithmen für Cost-Engineering

Die eigentliche Should-Cost-Kalkulation läuft nicht über das Sprachmodell, sondern über mathematische Algorithmen mit verifizierbaren Datenquellen — Material-Indizes, Lohnnebenkosten-Tabellen, Marktdaten, Branchen-Benchmarks. Gleiche Eingabe, gleiche Berechnung, gleiches Ergebnis. Reproduzierbar.

Schicht 3 — Validierung

Cost-Engineering-Experten als finale Instanz

Jeder NeGo-iQ®-Report wird von einem unserer Cost-Engineering-Experten gegengeprüft. Plausibilität, Marktrealismus, Verhandlungs-Tauglichkeit. Das ist der Schritt, den keine Software allein kann — und der den Unterschied zwischen „interessanter Zahl" und „verhandlungstauglichem Anker" macht.

Die drei NeGo-iQ®-Services

NeGo-iQ® ist die Engine — Sie buchen sie als Service in einer der drei Spuren, je nach Verhandlungssituation:

Service 1 — Hardware

Cost-Engineering für Komponenten

Should-Cost-Analyse für mechanische Präzisionsteile, Baugruppen, Sondermaschinen, Elektronik. Bottom-up-Rekonstruktion aus Material, Lohn, Maschinenrate, Overhead, Marge. Fertiger Cost-Breakdown in 48 Stunden.
→ Mehr zu Cost-Engineering für Komponenten

Service 2 — Dienstleistungen

Tagessatz-Benchmark für IT, Beratung & Agentur

Should-Cost für Senior-/Junior-Consultants, Architekten, Berater, Agentur-Stunden. Bottom-up aus Personalkosten, Lohnnebenkosten, Auslastung und Marge. Fertiger Tagessatz-Benchmark in 48 Stunden.
→ Mehr zu Cost-Engineering für Dienstleistungen

Service 3 — Finanzdaten

Lieferanten-Finanzdatenanalyse

Supplier-Health-Check aus Bilanz, GuV, Cashflow, Bonität, Kundenkonzentration. Macht die wirtschaftliche Lage des Lieferanten transparent — und zeigt die Verhandlungshebel jenseits des Preises. In 48 Stunden.
→ Mehr zur Lieferanten-Finanzdatenanalyse

NeGo-iQ® ist kein Tool. Es ist eine Dienstleistung.

Die naheliegende Frage: „Können wir NeGo-iQ® nicht einfach lizenzieren?" Unsere Antwort: Genau das ist nicht der Weg, der für Sie funktioniert. Eine Cost-Engineering-Engine ohne den dritten Layer — die Experten-Validierung — verliert genau die Eigenschaft, die sie verhandlungstauglich macht. Reproduzierbare Zahlen werden zu plausiblen Zahlen, und plausibel reicht am Verhandlungstisch nicht.

Deshalb liefern wir NeGo-iQ® als Pay-per-Use Dienstleistung: Sie beauftragen einen Report pro Komponente, pro Lieferant oder pro Dienstleister-Mandat. Wir liefern die fertige Analyse plus Verhandlungs-Briefing in 48 Stunden. Sie zahlen für das Ergebnis, nicht für eine Software, die Sie selbst zum Laufen bringen müssen.

Was wir nicht liefern, ist die Verhandlung selbst — und das aus gutem Grund. Daten am Tisch durchzusetzen ist eine eigene Disziplin. Im Verhandlungstraining Einkauf lernen Sie, aus NeGo-iQ®-Reports konkrete Verhandlungs-Hebel zu machen — methodisch, kompatibel mit dem Harvard-Konzept und der Macht-Logik der BATNA.

Verhandlungstraining Einkauf ansehen

Häufige Fragen zu NeGo-iQ®

?Was ist NeGo-iQ® genau?
NeGo-iQ® ist die spezialisierte Cost-Engineering-Engine des Schoen-Verhandlungsinstituts. Sie kombiniert Sprachmodelle mit deterministischen Algorithmen und einer Experten-Validierungs-Schicht. Ziel: reproduzierbare Should-Cost-Analysen und Finanz-Benchmarks für die Einkaufsverhandlung.
?Wo ist der Unterschied zu ChatGPT, Claude oder Gemini?
Standard-LLMs sind Sprachmodelle — sie generieren Text, „rechnen" aber sprachlich. Im Cost-Engineering bedeutet das: bis zu +219 % Abweichung vom Zielpreis und keine Reproduzierbarkeit. NeGo-iQ® trennt Sprach-Vorverarbeitung von der eigentlichen Berechnung — und erreicht so ±13 % Varianz bei –7 % unter Target Price.
?Auf welcher Datenbasis arbeitet NeGo-iQ®?
Material-Indizes, Lohnnebenkosten-Tabellen, Gehalts-Indizes (Stepstone, Glassdoor, Kompara), Bundesanzeiger-Daten, Creditreform/Schufa-B2B, Branchen-Benchmarks. Alles aus dokumentierten, legal abrufbaren Quellen — keine Grauzonen.
?Kann ich NeGo-iQ® als Software lizenzieren?
Nein — und das ist Absicht. Eine Cost-Engineering-Engine ohne den dritten Layer (Experten-Validierung) verliert genau die Eigenschaft, die sie verhandlungstauglich macht. Sie nutzen NeGo-iQ® als Pay-per-Use Dienstleistung — pro Komponente, pro Lieferant, pro Mandat. Fertiger Report in 48 h.
?Wie wird die Genauigkeit validiert?
Methodisch und empirisch. Unsere LLM-Benchmark-Studie 2026 (n=30) ist auf ResearchGate dokumentiert und vergleicht NeGo-iQ® systematisch mit Anthropic Sonnet, ChatGPT 5.2, Google Gemini 3 Pro, DeepSeek Chat und xAI Grok 4 gegen einen definierten Target Price.
?Wie steht es mit Datenschutz und Datensicherheit?
Wir arbeiten ausschließlich mit Enterprise-APIs unter NDA. Ihre Vertrags-, Lieferanten- und Angebotsdaten fließen nicht in das Training öffentlicher Modelle ein. Datenverarbeitung findet in geschützten Räumen statt, alle Auftragsverarbeitungs-Verträge sind DSGVO-konform.
?Für welche Aufgaben ist NeGo-iQ® gemacht?
Drei Service-Spuren: Cost-Engineering für Hardware, Tagessatz-Benchmark für Dienstleistungen und Lieferanten-Finanzdatenanalyse. Für jede Spur gibt es einen klar definierten Report mit Cost-Breakdown und Verhandlungs-Briefing.
?Wieso kein SaaS-Tool, sondern Dienstleistung?
Drei Gründe: Reproduzierbarkeit braucht die Experten-Validierung — die kann eine Software allein nicht leisten. Aufwand für Einkaufsteams entfällt — keine Schulung, kein Setup, keine IT-Integration. Risiko bleibt auf unserer Seite — Sie bekommen die fertige Analyse oder zahlen nicht. Pay per Use ist meistens der wirtschaftlichere Weg.

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