Verhandlungstraining Einkauf: Einsparungen faktenbasiert durchsetzen








Verhandlungstraining Einkauf auf einen Blick
Mit eigenen Lieferantenfällen, Best-Practices und realen Einkaufssituationen.
Für strategische Einkäufer, direkte und indirekte Einkäufer, Category Manager, CPOs und Einkaufsleiter.
Mehr als 80 Mrd. € aggregiertes Beschaffungsvolumen in den von uns trainierten Einkaufsorganisationen.
Individuelles Angebot für Corporate-Inhouse-Mandate auf Anfrage.
Warum dieses Verhandlungstraining im Einkauf anders ist
Kosten statt Rabatte
Bei entsprechenden Warengruppen werden Lieferantenpreise werden durch Should-Costing plausibilisiert. Dadurch entstehen belastbare Argumente.
Zielpreise statt Bauchgefühl
Cost-Engineering, Finanzdaten und TCO-Logik schaffen belastbare Zielpreiskorridore und transparente Annahmen für die Preisverhandlung.
Verhandlungsmacht sichtbar
Abhängigkeiten, Margenannahmen, Volumenhebel und Wechseloptionen werden systematisch analysiert, schon bevor das Gespräch beginnt.
Eigene Lieferantenfälle
Das Training arbeitet mit realen Einkaufssituationen und Preisargumentationen Ihres Unternehmens.
Was Ihr Einkaufsteam konkret mitnimmt
Ergebnisse für strategischen Einkauf und Procurement
Zielpreise sicherer setzen
Das Team leitet Zielpreise aus Kostenlogik, TCO, Lieferantenanalyse und realistischen Spielräumen ab.
Preiserhöhungen abwehren
Lieferantenforderungen werden wirtschaftlich geprüft und mit belastbaren Gegenargumenten verhandelt.
Verhandlungsmacht nutzen
Abhängigkeiten, Alternativen, Volumenhebel und Wechselkosten werden systematisch sichtbar gemacht.
Monopolisten verhandeln
Auch bei Single-Source-Lieferanten lassen sich häufig zusätzliche Hebel über Timing, Risiken, Spezifikationen, Volumen und Alternativszenarien entwickeln.
Eigene Lieferantenfälle strategisch bearbeiten
Aktuelle Preisforderungen und reale Einkaufssituationen werden in konkrete Strategien übersetzt.
Ein Einkaufs-Playbook schaffen
Das Team entwickelt eine gemeinsame Sprache für Vorbereitung, Zielpreise, Konzessionen und Abschluss.
Trainingsagenda: Inhalte und Lernziele
Strategische Vorbereitung
Inhalte: Lieferantenanalyse, BATNA, ZOPA, Machtposition, interne Rollen.
Ziel: Das Team erkennt vor der Verhandlung realistische Hebel und Risiken.
Cost-Engineering & Zielpreise
Inhalte: Should-Costing, TCO, Finanzdaten, Kostenstruktur, Margenannahmen.
Ziel: Preisforderungen werden wirtschaftlich geprüft statt nur kommunikativ verhandelt.
Preiserhöhungen abwehren
Inhalte: Gegenargumente, Einwandbehandlung, Cost-Breakdown, Ankertechnik, Konzessionen.
Ziel: Einkäufer führen Preisverhandlungen aktiver und belastbarer.
Monopolisten verhandeln
Inhalte: Abhängigkeiten, Volumenhebel, Alternativszenarien, Risikoargumentation.
Ziel: Auch bei geringer Lieferantenauswahl entstehen neue Spielräume.
Eigene Lieferantenfälle
Inhalte: reale Fälle, Rollenübungen, Zielpreise, Argumentationslinien.
Ziel: Das Gelernte wird direkt auf laufende Einkaufssituationen übertragen.
Klassisches Einkaufstraining vs. Schoen-Ansatz
Klassisches Einkaufstraining
- × Fokus auf Gesprächstechniken und Psychologie
- × Häufige Orientierung am Lieferantenangebot und Rabattfokus
- × Standardisierte Fallbeispiele ohne direkten Bezug zur Praxis
- × Einwandbehandlung als Kommunikationstechnik
- × Verhandlung primär als Gesprächsführung
Schoen-Ansatz im Verhandlungstraining Einkauf
- ✓ Verhandlungstechnik plus Kostenlogik, Zielpreise und Machtanalyse
- ✓ Preisführung mit Cost-Engineering, Should-Costing und TCO-Argumentation
- ✓ Arbeit an eigenen Lieferantenfällen, realen Preisforderungen und aktuellen Einkaufssituationen
- ✓ Wirtschaftliche Prüfung von Lieferantenargumenten, Margenannahmen und Preiserhöhungen
- ✓ Verhandlung als kaufmännische Steuerung von Kosten, Risiken, Alternativen und Abhängigkeiten
Kundenstimmen - Verhandlungstraining Einkauf
„Besten Dank für den Dialog und die herausragende Einkaufsschulung der letzten 2 Tage!“
„Vielen Dank für das Einkaufs-Verhandlungsseminar und die tollen hilfreichen Tools. Es hat großen Spaß gemacht.“
„Absolutely incredible and well versed!“
Die Architektur taktischer Einkaufs-Exzellenz (Module)
In diesem Intensiv-Training bauen wir Ihre Verhandlungskompetenz systematisch auf. Jedes Modul ist darauf ausgelegt, Ihnen einen wirtschaftlich relevanten Vorteil in der Praxis zu verschaffen, der anhand vorab definierter Praxis-KPIs überprüft werden kann. Die im Folgenden vermittelten Taktiken sind eine Spezialisierung der Kernmethoden aus unserem B2B Verhandlungstraining.
Modul 1: Das strategische Fundament
Verhandlungsvorbereitung, die auf belastbaren Fakten und nachvollziehbaren Annahmen basiert. Wir nutzen softwaregestütztes Cost Engineering und Finanzdatenanalysen, um plausible wirtschaftliche Spielräume, zentrale Kostentreiber und relevante Sensitivitäten des Lieferanten zu modellieren. Sie analysieren Ihre Verhandlungsmacht, entwickeln einen belastbaren Zielpreiskorridor sowie einen ambitionierten, begründbaren Einstiegsanker für die Preisverhandlung. Daraus entsteht eine Verhandlungsstrategie, die die Wahrscheinlichkeit erhöht, die gesteckten Ziele zu erreichen. Ergänzend trainieren Sie zentrale Führungs- und Gesprächstechniken und lernen, Verhaltenspräferenzen reflektiert zu nutzen: DISG® als praxisorientierte Kommunikationsheuristik und die Big Five als differenziertes wissenschaftliches Persönlichkeitsmodell – ohne Menschen starr zu typisieren.
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Holen Sie das Maximum aus künftigen Verhandlungen mit Lieferanten heraus!
Trainingsort: Vor Ort / Inhouse
Vorbereitung: Vorgespräch mit Trainer
Dauer: 2 Tage
Modul 2: Taktiken und psychologische Gesprächsführung
Meistern Sie die Kunst der faktenbasierten Argumentation und lernen Sie, Einwände präzise zu analysieren und schlagfertig zu kontern. Wir trainieren strukturierte Fragetechniken sowie den professionellen Umgang mit Emotionen, Konflikten und festgefahrenen Positionen. Sie lernen, manipulative Muster und Drucktaktiken früher zu erkennen, einzuordnen und kontrolliert zu beantworten. Gleichzeitig nutzen Sie das Harvard-Konzept als strukturierten, interessenbasierten Ansatz, um gemeinsame Wertpotenziale zu erschließen – und erkennen, wo bei Machtasymmetrien oder distributiven Preisverhandlungen ergänzende Strategien erforderlich sind.
Modul 3: Preisverhandlung & Kostenanalyse
Kosten- und Preisanalyse ist ein zentraler Bestandteil vieler strategischer Einkaufsverhandlungen. Wir steigen tief in die Strategien der Preisverhandlung ein und zeigen, warum es oft wirksamer ist, Kosten statt Rabatte zu verhandeln – und warum es riskant ist, ein Lieferantenangebot ohne eigenen Zielpreis und Referenzrahmen zum Ausgangspunkt der Verhandlung zu machen. Sie lernen, mit Cost Engineering und einer Should-Cost-Analyse eine plausible Kostenstruktur zu modellieren, zentrale Kostentreiber und Sensitivitäten zu prüfen sowie Lieferantenargumente wirtschaftlich zu präzisieren und mit einer belastbaren Gegenlogik zu beantworten. Pauschale Aussagen wie „Da haben wir keinen Spielraum mehr“ verlieren dadurch deutlich an Überzeugungskraft. Ergänzend behandeln wir Konzessionsstrategien, typische Entscheidungslogiken, Anreizsysteme und psychologische Reaktionsmuster auf der Vertriebsseite sowie eine strukturierte Abschluss-, Dokumentations- und Umsetzungssicherung.
Modul 4: Spezialisierung für komplexe Herausforderungen
Verhandlungen mit Monopolisten
Lernen Sie, welche Lieferantentricks, Beschaffungsentscheidungen und strukturellen Schwächen Ihr Unternehmen in kritische Single-Source- oder Sole-Source-Abhängigkeiten führen. Sie entwickeln Strategien, um bei stark dominierenden Lieferantenbeziehungen die eigene Verhandlungsmacht gezielt zu stärken, Alternativen aufzubauen und Abhängigkeiten schrittweise zu reduzieren. Abschließend zeigen wir, wie Ihre Organisation strukturell resilienter gegen künftige Single-Source-Abhängigkeiten wird – damit wirtschaftlich begründbare Preise und Konditionen wieder verhandelbar werden, statt einseitig vorgegeben zu sein.
Global Sourcing Verhandlungen: Weltweites Lieferantenmanagement
Verhandlungen im Global Sourcing werden zusätzlich durch Distanz, unterschiedliche Rechts- und Entscheidungsstrukturen, Lieferkettenrisiken sowie kulturell geprägte Kommunikationsmuster beeinflusst. Wer vertraute deutsche Kommunikations- und Entscheidungslogiken ungeprüft überträgt, kann früh strategische Nachteile erzeugen. In internationalen Einkaufs- und Preisverhandlungen unterscheiden sich häufig Tempo, Statuslogiken, Eskalationswege und Entscheidungsprozesse. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Kostenstrukturen analysieren, wirtschaftlich belastbare Zielpreise entwickeln und nicht nur Rabatte verhandeln, die teilweise bereits als Verhandlungsspielraum im Einstiegspreis berücksichtigt sind. Zudem lernen Sie, internationale Lieferanten systematischer zu steuern, Qualität und Termintreue besser abzusichern und Versorgungsrisiken gezielt zu reduzieren.
Warum Volumenentzug ein so starkes Verhandlungsargument ist
Viele Lieferanten arbeiten mit hohen Fixkosten: Personal, Maschinen, Gebäude und IT. Viele dieser Kosten reagieren kurzfristig nur begrenzt auf Volumenrückgänge; mittel- und langfristig können jedoch auch fixe oder sprungfixe Kosten angepasst werden.
Da die EBIT-Marge in vielen Industrieunternehmen deutlich unter der Deckungsbeitragsquote liegt, kann ein Volumenverlust das Betriebsergebnis überproportional treffen. Fällt Volumen weg, reduziert sich das EBIT zunächst um den entfallenden Deckungsbeitrag – soweit fixe Kosten kurzfristig nicht angepasst werden können.
Die ökonomische Logik
- Hoher Hebel: Beispiel: Bei 10 % Umsatzverlust, 30 % Deckungsbeitragsquote und 10 % EBIT-Marge sinkt das EBIT ceteris paribus um rund 30 %. Das Ergebnis verändert sich mit den zugrunde gelegten Annahmen.
- Fixkosten-Effekt: Je höher der kurzfristig nicht anpassbare Fixkostenanteil, desto stärker kann ein Volumenverlust das Ergebnis belasten.
- Fakten statt Drohungen: Öffentliche GuV-Zahlen liefern belastbare Ausgangswerte; kundenbezogener Deckungsbeitrag, variable Kosten und mögliche Kostenanpassungen müssen jedoch als Szenarien geschätzt werden.
So nutzen Sie den Hebel in der Verhandlung
- Szenarien sichtbar machen: Rechnen Sie transparent vor: „Bei 20 % Volumenverlust kann Ihr Ergebnis unter diesen Annahmen ins Minus kippen.“
- ZOPA öffnen: Positionieren Sie kooperativ: „Wir wollen diesen wirtschaftlichen Schaden vermeiden – helfen Sie uns, das Volumen zu halten.“
Menschen gewichten mögliche Verluste häufig stärker als gleich große Gewinne. Der Rechner macht die wirtschaftlichen Folgen sichtbar und kann dadurch den Handlungsdruck erhöhen, eine tragfähige Lösung zu finden.
Methodikhinweis: Die Simulation ist eine indikative Szenarioanalyse, keine Unternehmensbewertung oder Ergebnisprognose. Aussagekraft und Ergebnis hängen von Deckungsbeitragsquote, Fixkostenflexibilität, Kundenmix, Datenqualität sowie den Besonderheiten des jeweiligen Unternehmens und Produkts ab.
Ihr strategischer Vorteil: KI-gestützte Verhandlungen mit Nego-IQ®
Die Zukunft des Einkaufs ist datengestützt. Wir trainieren Sie darin, mit strukturiert eingesetzter KI die Qualität und Geschwindigkeit von Kostenanalysen und Verhandlungsbriefings messbar zu verbessern.“ – von der Kostenanalyse bis zur Argumentations-Architektur mit unserem KI-Verhandlungstool NeGo-IQ®.
Das Problem: In unseren aktuellen Labortests zeigt sich, dass Standard-KI-Modelle ohne strategische Führung massive finanzielle Risiken bergen ("Non-Determinismus"). Während ungesicherte LLMs den Zielpreis um bis zu 219% verfehlen, liefert der NeGo-iQ® Ansatz konstante Wettbewerbsvorteile.
| KI-Modell / Methode | Ø Preis (€) | Abweichung (Gap) | Stabilität (CV) |
|---|---|---|---|
| Anthropic Sonnet 4.5 | 38,01 € | +219 % (Mehrkosten) | 16,66% |
| Chat GPT 5.2 | 32,48 € | +173 % (Mehrkosten) | 24,87% |
| Google Gemini 3 Pro | 23,39 € | +97 % (Mehrkosten) | 18,35% |
| DeepSeek Chat | 22,99 € | +93 % (Mehrkosten) | 13,54% |
| xAI Grok 4 | 20,26 € | +70 % (Mehrkosten) | 25,09% |
| NeGo-iQ® (Schoen Methodik) | 11,03 € | -7 % (Potenzial) | 13,08% |
Fazit: Nur durch die NeGo-iQ® Methodik (Kern von Modul 3) wird der Zufallsfaktor der KI eliminiert und in einen strategischen Einkaufsvorteil (-7%) verwandelt.
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Kompetenzteam - Verhandlungstraining Einkauf
Unsere Senior-Trainer bringen langjährige Praxiserfahrung in führenden Unternehmen und didaktische Exzellenz mit.
- Verhandlungsstrategien
- Taktische Verhandlungen & Psychologie
- Das Harvard-Konzept in Verhandlungen
- Strategic Sourcing
- Verhandlungsführung
- Supply Chain Management
- Von Einkäufern lernen - Einkäufertricks
- Vertriebsstrategie
- Verhandlungsberatung
- Sales-Management
- Marketing & Sales Strategie
- Interkulturelle Kompetenz
- Perspektive der Gegenseite
- Beschaffungstaktiken
- Analyse von Machtpositionen
Methoden-Deep-Dive: Strategien für den professionellen Einkauf
Cost-Engineering & Should-Costing
Machtstrategien gegen Monopolisten
„Wir haben keine Alternative‘ ist häufig eine ungeprüfte Annahme – und damit eines der größten Machtprobleme im Einkauf. Auch dominante Lieferanten und Monopolisten unterliegen wirtschaftlichen Zwängen, Interessen und Risiken. Wir analysieren diese Abhängigkeiten, um Ansatzpunkte für eine veränderte Machtbalance zu entwickeln.
Budget-Killer Maverick Buying
Wildes Einkaufen am Einkauf vorbei zerstört Ihre Verhandlungsmacht und kann Bündelungseffekte, Vertragspreise, Compliance und Transparenz erheblich beeinträchtigen. Verbote helfen hier nur begrenzt. Wenn Ihr Einkaufsteam jedoch nachweisbar bessere Deals erzielt als die Fachabteilung, reduzieren Sie Maverick Buying durch bessere Einkaufsergebnisse, klare Governance, nutzerfreundliche Prozesse und transparente Verantwortlichkeiten.
ZOPA (Einigungszone) mathematisch ermitteln
Verhandlung ist Mathematik. Bevor Sie ein Angebot ablehnen, müssen Sie die ZOPA — die Zone of Possible Agreement — des Lieferanten kennen, um den plausiblen Einigungskorridor modellieren: Cost-Engineering, Alternativen und Risikoszenarien helfen, mögliche Reservierungspunkte einzugrenzen. Sie reduzieren damit das Risiko, wirtschaftlichen Spielraum ungenutzt zu lassen.
Die Ankertechnik gegen Preiserhöhungen
Wer früh einen plausiblen Preis nennt, kann den Referenzrahmen der Verhandlung prägen. Bereiten Sie deshalb einen eigenen, belastbar begründeten Referenzwert vor und entscheiden Sie bewusst, ob Sie zuerst ankern oder zunächst zusätzliche Informationen vom Lieferanten gewinnen. Sie lernen, ambitionierte Gegenanker zu formulieren, ungerechtfertigte Preiserhöhungen analytisch zu dekonstruieren und den Referenzrahmen mit Kosten-, Markt- und Machtargumenten neu zu setzen. So führen Sie die Preisverhandlung zurück auf Zielpreise, Kostenlogik und Verhandlungsmacht.
Trainings-Resultate: Wie Ihr Einkauf Lieferantenstrategien erkennt und systematisch adressiert
Einkaufsverhandlungen beginnen lange vor dem ersten Angebot. In vielen Organisationen nehmen frühe Kontakte zwischen Lieferanten und Fachabteilungen bereits Einfluss auf Anforderungen, Erwartungen und mögliche Bezugsquellen. Fehlen klare Einbindungsregeln, kann die Verhandlungsposition des Einkaufs geschwächt werden, bevor die erste Zahl auf dem Tisch liegt.
Die unsichtbare Vorentscheidung
In vielen Einkaufsorganisationen kommunizieren Fachabteilungen bereits mit Lieferanten, bevor der Einkauf formell eingebunden ist. Der dadurch entstehende Informationsvorsprung kann – bewusst oder unbeabsichtigt – Vorfestlegungen, Erwartungsanker und Abhängigkeiten erzeugen. Der Preisrahmen ist dann häufig bereits psychologisch und organisatorisch vorgeprägt.
Die Lösung: klare Richtlinien, definierte Gremienprozesse sowie verbindliche Einbindungs- und Freigaberechte des Einkaufs, abgestuft nach Volumen, Risiko und strategischer Kritikalität. Wer den Einkauf erst nach technischen oder kommerziellen Vorfestlegungen einbindet, begrenzt seinen eigenen Verhandlungsspielraum.
Preisanker: Wer vorbereitet ankert, kann den Preisrahmen prägen
Viele Einkaufsabteilungen lassen frühe Lieferantenangebote zum bestimmenden Referenzrahmen der Verhandlung werden. Ein plausibel begründetes Erstangebot kann die weitere Preiswahrnehmung beeinflussen. Entscheidend ist deshalb, einen eigenen Zielpreis und belastbare Referenzwerte vorzubereiten und bewusst zu entscheiden, ob der Einkauf zuerst ankert oder zunächst zusätzliche Informationen vom Lieferanten gewinnt.
Mehrere Angebote verbessern die Markttransparenz, können jedoch weiterhin von ähnlichen Listenpreis-, Kalkulations- und Ankerlogiken geprägt sein. Entscheidend ist daher der zusätzliche Abgleich mit Kostenstrukturen, Total Cost of Ownership, wirtschaftlichem Wertbeitrag, Wechselkosten, Umsatzanteilen, Risiken und verfügbaren Alternativen.
KPI-Falle: Wenn Rabatte zur Illusion werden
Viele Einkaufsabteilungen messen Verhandlungserfolg vor allem in Prozenten. Ein Rabatt von 10 % klingt überzeugend, kann jedoch lediglich die Reduzierung eines ambitionierten Einstiegspreises darstellen. Viele Anbieter berücksichtigen erwartete Verhandlungsspielräume bereits im Einstiegspreis. So können hohe Rabattwerte entstehen, obwohl wirtschaftliche Potenziale ungenutzt bleiben.
Was stattdessen zählt, sind belastbare Referenzwerte, transparente Kosten- und Wertlogiken sowie eine Argumentation, die über reinen Konkurrenzdruck hinausgeht. Gute Einkäufer verhandeln nicht nur Rabatte. Je nach Warengruppe verhandeln sie Kosten, Wertbeitrag, Risiko, Kapazität, Spezifikation und Marktbedingungen.
Der Weg zu einer resilienten und verhandlungsstarken Einkaufsorganisation
Strategisch starke Einkaufsorganisationen zeichnen sich insbesondere durch drei Prinzipien aus:
1. Verhandlungsprozesse beginnen intern – mit klaren Rollen, Verantwortlichkeiten und Einbindungsregeln.
2. Zielpreise strukturieren und challengen Preisabfragen – auf Basis von Cost Engineering, Marktinformationen, Total Cost of Ownership und geeigneten KI-Tools.
3. KPIs orientieren sich am wirtschaftlichen Wertbeitrag und nicht ausschließlich an ausgewiesenen Rabattprozenten.
Resilienz beginnt mit Haltung, Governance und Führungswillen. Belastbare Daten, klare Prozesse und geeignete Tools erhöhen jedoch die Umsetzungskraft und machen strukturelle Verbesserungen im Tagesgeschäft skalierbar.
Der Aufbau einer resilienten und verhandlungsstarken Einkaufsorganisation ist ein Kernziel unseres Inhouse-Programms. Wir befähigen Ihr Beschaffungsteam, diese Prinzipien in realen Lieferanten- und Preisverhandlungen systematisch umzusetzen.
FAQ: Verhandlungstraining im Einkauf
Wie hilft das Training, Preiserhöhungen abzuwehren?
Das Training rüstet Einkaufsteams mit Methoden des Cost Engineering, der Finanzdatenanalyse und des Should-Costing aus. Statt pauschale Lieferantenforderungen zu akzeptieren, lernen die Teilnehmenden, Kostenstrukturen zu zerlegen, Margenannahmen zu prüfen und Preiserhöhungen faktenbasiert zu verhandeln.
Funktioniert das Verhandlungstraining auch bei Monopolisten?
Ja – mit realistischen Grenzen. Auch bei Single-Source- oder stark dominierenden Lieferanten können zusätzliche Verhandlungshebel entstehen. Im Training analysieren wir Abhängigkeiten, Wechselkosten, Volumenhebel, Total Cost of Ownership sowie strukturelle und psychologische Machtasymmetrien. Das Training verbessert die Analyse und erweitert die verfügbaren Handlungsoptionen; eine Preisbewegung lässt sich jedoch nicht garantieren.
Was unterscheidet dieses Verhandlungstraining Einkauf von klassischen Einkaufsschulungen?
Viele Einkaufsschulungen trainieren Gesprächstechniken. Dieses Inhouse-Format setzt früher an: bei Kostenlogik, Zielpreisen, Lieferantenargumenten, interner Vorbereitung und Machtanalyse. Dadurch verhandelt der Einkauf nicht nur souveräner, sondern wirtschaftlich belastbarer.
Arbeiten Sie im Training mit echten Lieferantenfällen?
Ja. Das Format ist ausdrücklich als Inhouse-Verhandlungstraining konzipiert. Eigene Lieferantenfälle, aktuelle Preisforderungen, schwierige Lieferantentypen und reale Einkaufssituationen können in die Übungen integriert werden. Genau dadurch entsteht der Praxistransfer.
Nutzen Sie KI und NeGo-iQ® in der Vorbereitung?
Ja. Das Training zeigt, wie KI im Einkauf und Tools wie NeGo-iQ® genutzt werden können, um Kostenanalysen vorzubereiten, Kostenstrukturen und plausible Margenannahmen transparenter zu modellieren und Verhandlungsargumente systematisch aufzubauen. KI ersetzt nicht die Verhandlungsführung, sondern verbessert die Vorbereitung.
Für welche Zielgruppe ist das Verhandlungstraining Einkauf geeignet?
Das Training richtet sich an strategische Einkäufer, Category Manager, Lead Buyer, Einkaufsleiter, Procurement-Teams und Cost Engineers. Besonders sinnvoll ist es für Teams, die mit Preiserhöhungen, Single-Source-Lieferanten, Monopolisten, komplexen Warengruppen oder hohen Beschaffungsvolumina arbeiten.
Ist das Training ein offenes Seminar?
Nein. Das Verhandlungstraining Einkauf wird ausschließlich als Corporate-B2B-Inhouse-Mandat für Unternehmen angeboten. Es ist kein offenes B2C-Seminar. Inhalt, Falltiefe und Transferaufgaben werden auf die jeweilige Einkaufsorganisation zugeschnitten.
Welche Ergebnisse kann ein Einkaufsteam nach dem Training erwarten?
Die Teilnehmenden können Lieferantenforderungen strukturierter prüfen, Zielpreise fundierter entwickeln, Preisargumente belastbarer formulieren und Verhandlungsmacht systematischer nutzen. Der eigentliche Wert liegt darin, dass Einsparungen nicht nur gefordert, sondern wirtschaftlich begründet und verhandlungsstrategisch durchgesetzt werden.
Ihre Praxis-Ressourcen: Checklisten & Downloads
Checkliste: Einkaufsverhandlung
Broschüre: Strategien & Taktiken im Einkauf
Broschüre:
KI & Strategie
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